Das „echte“ Portrait

Es wurde schon sol viel darüber geschrieben, wie man ein wirklich ausdrucksstarkes Portrait erstellt. Das „echtes“ Portrait. Eines, bei dem man nicht nur die äußere Hülle ablichtet, sondern auch etwas vom Wesen des Portraitierten zeigt.

Meine persönliche Erfahrung, und glaubt mir, ich habe mich verdammt schwer getan: hier hilft nur üben, üben, üben.
Lernt eure Ausrüstung kennen. Vergesst die Erfahrungsberichte anderer.
Lernt alles zum Thema: „Zusammenhang Belichtungszeit/Blende/ISO“.
Lernt euch kennen und was euch gefallen würde. Geht in Ausstellungen.
Bereitet euch gut auf den Tag des Portrait Shootings vor.


„Ein Porträt nimmt man nicht alleine auf. Der andere schenkt es einem. Die Kraft eines Portraits liegt in dem Bruchteil einer Sekunde. In dem man etwas vom Leben der fotografierten Person versteht. Die Augen erzählen viel, der Gesichtsausdruck… Sie erzählten mir Dinge, als ob ich ihre Geschichten aufzeichnete.“

Das ist schwerer Tobak, wird euch aber zu richtig guten Portraitfotografen machen.


 

Ein Portrait wird einem geschenkt!

Als ich das verstanden hatte wurde es leichter für mich. Ich bedankte mich, ich ließ mich auf mein Gegenüber ein und löste nur noch einmal aus! Und da war es dann: das Geschenk.

Ich mache Portraits nie heimlich oder schnell im Vorübergehen. Ich nehme Kontakt auf, lasse mir Zeit. Zeit, die nicht vertan ist. Selbst wenn wir nicht verbal miteinander kommunizieren, wir tun es mit Blicken und Gesten. Manchmal sitze ich 1 Stunde, 2 Stunden, 3 Stunden auf einem Markt und dann kann es passieren: ich mache ein Foto oder gehe ohne weiter. Beides ist okay. Beides ist wunderbar.

Dieses Portrait ist auf einem Markt in Kambodscha entstanden, während unsere 4-monatigen Fahrradreise durch das Land. 3 Tage bin ich ohne ein Portrait zu machen herum gestromert, bis ich mich traute 🙂 und diese Dame mir den Moment und das Portrait schenkte. Daraufhin wurden es mehr und ich war mittendrin im Geschehen. Ein unvergesslich emotionales Erlebnis.
Mehr davon findet ihr hier:
Portrait

 

Unterschiede in der Portraitfotografie!

Auf Reisen ist es natürlich anders von fremden Menschen ein Portrait zu erstellen, als in deiner gewohnten Umgebung. Es ist anders, wenn du eine Person in deinem Studio hast oder mit ihr einen Spaziergang machst. Es gibt Unterschiede zu geplanten Projekten (Beispiel mein Projekt mit den Müllwerkern in Bonn) oder freien Arbeiten. Und natürlich sind professionelle Modelle etwas ganz anderes als wenn Ungeübte vor der Kamera stehen.

Ihr ahnt sicher schon, es kann nicht „DIE“ Anleitung für ein Portraitshooting geben und natürlich auch nicht „DEN“ Workshop.

Wie kann ich lernen ein Portrait zu erstellen, welches andere Menschen bewegt?

Nehmt euch Zeit, setzt euch nicht unter Druck, erwartet nicht gleich zu viel von euch.
Macht es euch am Anfang einfach. Übt mit vertrauten Personen. Sagt auch, dass ihr üben möchtet und die Ergebnisse evtl. noch nicht so ausfallen wie gewünscht. Arbeitet euch dann an das Thema mit viel Geduld heran. Bereitet euch gut vor. Sucht vielleicht schon mal die Location aus, macht ohne Modell ein paar Fotos, denkt über Requisiten nach, beobachtet das Licht.

Der Tag ist da, euer Modell ist aufgeregt und ihr auch. Sagt das. Sprecht es aus. Trinkt erstmal einen Tee zusammen. Sprecht über eure Erwartungen und dann geht es los. Und bitte, vergesst nicht mit eurem Gegenüber zu kommunizieren. Es schenkt euch seine Zeit, sein Gesicht, sein Lächeln.
Ja, auch wenn es ein professionelles Modell ist.

Meine persönlichen Erfahrungen aus den Workshops!

Ihr könnt mir glauben, die Teilnehmer sind alle aufgeregt. Manche weinen, manche lachen mehr als sonst, manche können kaum noch sprechen, manche möchten sich verstecken und manche stehen wie versteinert herum. Manche wenige sagen sogar ganz kurzfristig ab. Egal ob Mann oder Frau.
Alles Erfahrungen, die ich persönlich auch gemacht habe, und nicht selten wäre ich gerne auch oft davon gerannt. Aber dann hätte ich diese Momente nie geschenkt bekommen.

Umso öfter meine Fotokurs Teilnehmer bei einem Portrait Workshop dabei sind, und natürlich nehme ich sie gerne an die Hand, umso einfacher wird es. Es geht eben nicht nur darum die perfekte Ausrüstung zu haben und die Kamera zu beherrschen, es geht um einen zwischenmenschlichen Moment.

Arbeiten mit einem professionellen Modell!

Sicherlich können dabei technisch einwandfreie Portraits heraus kommen. Ihr kommt mit der Technik klar und das Modell weiß sich zu positionieren. Aber ist das dann tatsächlich ein Portrait oder vielmehr das Bild eines bestimmten Lifestyles? Natürlich ist auch das völlig okay und vielleicht sogar gewünscht.
Aber selbst in diesem Bereich fand ich es schwierig, ein zu meinen Wünschen passendes Modell zu finden. 
Ich suche Personen, die verstehen, was ich mit einer Fotoserie aussagen möchte und das geht für mich nur mit Modellen, die überhaupt verstehen, warum ich bestimmte Fotos mache. Sie müssen sich selber einbringen, aber eben nicht nur posen sondern mit mir gemeinsam an den Bildaussagen arbeiten.
Und dann können solche komischen, für euch jetzt vielleicht unverständlichen Arbeiten, entstehen.
Mehr dazu gibt es über diesen Link.

Portrait

Ich freue mich auf eure Portraitfoto Ergebnisse. Und auch für mich heißt es: Neue Erfahrungen sammeln, daran wachsen und die Menschen immer wieder neu kennen lernen.
Und solltet ihr jetzt Interesse haben an meinen Workshops, dann schaut mal auf meiner Webseite vorbei oder meldet euch direkt bei mir per Mail Portrait Workshop Anfrage.

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